Die Musikkassette

Am Anfang war der Verkauf schleppend, aber dann wurde sie Dank Werbekampagnen und fallenden Preise zum Verkaufsschlager. Ihre kompakte Bauform und einfache Handhabung verschaffte Ihr einen großen Vorteil gegenüber dem Tonband. Die Einführung der Leerkassetten sowie entsprechende Aufnahmegeräte verhalfen der Musikkassette sich endgültig zu etablieren.

So wurde die Musikkassette vermehrt zum kopieren von LP und später von CD benutzt. Da analog aufgenommen wird, verliert jede Kopie an Qualität. So war die fünfte Kopie von einem Bekannten kein Hörgenuss mehr. Außerdem hat der Tonkopf beim abspielen Kontakt mit dem Band, was zu Verschleiß führt. Bei häufiger Benutzung kann das Band dünn werden und reißen. Zudem hatten viele Kassettenspieler einen Appetit auf die Bänder (Bandsalat). So ist die Speicherung wichtiger Werke ohne Sicherung nicht zu empfehlen. Heute kann man auch mit geringem Aufwand seine Musikkassetten digitalisieren.

Eine kleine Sensation war auch die Erfindung des Kassettenteils am Autoradio. Somit konnte man seine Musiksammlung auch mobil genießen. Diesem Feature dankt die Musikkassette dem heute wahrscheinlich größten Marktanteil. Die Hörspielkassetten, allen voran Bibi Blocksberg, Benjamin Blümchen und Co., die entnervten Eltern schon bei vielen Horrorfahrten mit Ihren jüngsten geholfen haben.

Noch zu erwähnen ist, das Kassetten wie auch andere Magnetbänder zum aufzeichnen von Daten verwendet worden sind. Bekanntester Vertreter wahrscheinlich die Datasette vom legendären C64.